Allerheiligenstriezel

Meine erste Begegnung mit einem flaumigen Allerheiligenstriezel hatte ich bereits in meiner Kindheit. Denn zu Allerheiligen hieß es für meine Schwester und mich einen Korb zu schnappen und loszugehen. Der Weg führte uns zu Verwandten, Taufpaten und Firmpaten. Was wir dort mit unseren leeren Körben gemacht haben und wie wir sie voll bekommen haben? Nachdem uns die Türen geöffnet wurden, gaben wir artig folgenden Spruch von uns: Wir bitten um einen heiligen Striezel. Daraufhin haben wir immer einen traditionellen Allerheiligenstriezel und Süßigkeiten bekommen. Mit vollen Körben und zufriedenen Gesichtern machten wir uns dann wieder auf den Heimweg, um stolz die Allerheiligenstriezel unseren Eltern zu präsentieren.

Zutaten für 2 Striezel

  • 500 g Weizenmehl Type 480
  • 140 g Vollmilch
  • 100 g Butter
  • 120 g Eier (2 Stk.)
  • 80 g Kristallzucker
  • 80 g gekochte, mehlige Kartoffeln
  • 30 g Honig
  • 15 g Hefe
  • 6 g Salz
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 1/2 Bio Zitrone (Abrieb)
  • 1-2 Eier zum Abstreichen
  • evtl. gehobelte Mandeln oder Hagelzucker

Alle Zutaten in die Rührschüssel geben, mit der Kenwood Küchenmaschine und dem Knethaken 8 Minuten langsam (Kenwood CC Stufe „min“) und 8 Minuten schnell (Kenwood CC Stufe 2) zu einem glatten Teig kneten.

Die Schüssel mit dem fertigen Teig mit einem Tuch abdecken und den Teig 60 Minuten bei Raumtemperatur rasten lassen.

Nach der Reifezeit den Teig in 10 Stücke zu je ca. 105 Gramm teilen und rundschleifen. Die Teiglinge mit einem Tuch abdecken und erneut für 30 Minuten rasten lassen.

Danach werden die Teiglinge zu gleichlangen und konischen Strängen geformt und anschließend geflochten. Im Video seht ihr wie ich den Spindelzopf aus fünf Strängen forme. Der Leitsatz dazu heißt 2 über 3 und 5 unter 1. Das bedeutet, dass der zweite Strang über den dritten gelegt wird und anschließend der fünfte Strang unter den ersten Strang gelegt wird. Zum Schluss muss der fertig geflochtene Striezel zur Seite gekippt werden, damit er richtig liegt. Im Video ist das beim ersten Blick leider nicht so gut erkennbar, aber jetzt weißt du genau worauf du achten musst.

Die geflochtenen Allerheiligenstriezel auf ein Backblech mit Papier geben, mit einem Tuch abdecken und für ca. 60 Minuten aufgehen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Nach der Garzeit werden die Allerheiligenstriezel mit Ei bestrichen und evtl. mit gehobelten Mandeln, oder klassisch burgenländisch mit Hagelzucker bestreut.

Danach das Backblech in den heißen Backofen schieben und die Allerheiligenstriezel für ca. 25 Minuten goldgelb backen.

Viel Spaß beim Nachbacken,
Christopher

24 Kommentare zu „Allerheiligenstriezel

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  1. Ich glaube, ich mach jetzt wirklich mal einen Youtube-Kanal: „wie Rezepte im Buch aussehen und wie mein Ergebnis aussieht“. Wird sicher lustig. Dein Rezept hier ist zwar wunderbar, aber mein Striezel ist sehr weich und alle Zopfteile laufen ineinander. Schmeckt sicher gut (ist noch im Ofen), aber das Auge isst bekanntlich mit.
    Ich backe schon seit langem statt mit Weizenmehl nur mehr mit Dinkel. Ich habe das Gefühl, dass ich daher grundsätzlich weniger Flüssigkeit nehmen muss, obwohl ich öfters gelesen habe, dass man für Dinkel eher mehr Flüssigkeit brauche. Hmmmm…. kannst Du was dazu sagen?

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    1. Hallo Thomas! 🙂 Also wie ich lese hast du den Weizen auf Dinkel getauscht. Meine Empfehlung dazu: mach das bitte nicht. Wenn ein Rezept gut entwickelt ist und Weizen enthält, dann ist das ganze Rezept und der Ablauf auf Weizen ausgelegt. Dinkel neigt zum trockenbacken das stimmt. Deshalb benötigt man mehr Wasser, aber dieses Wasser kann man nicht ganz einfach bei einem Weizenrezept dazugeben, wenn man nur das Mehl auf Dinkel getauscht hat. Bei Dinkel macht man zb. ein Brühstück oder Kochstück, damit mehr Feuchtigkeit reinkommt. Vor allem verkürzt sich bei Dinkel auch die Knetzeit. Dieses Monat habe ich in Wien, Linz und Salzburg einen Dinkelbackkurs, vielleicht kommst du ja bei einem vorbei. 🙂 LG Christopher

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      1. Leider verträgt meine Frau keinen Weizen mehr, daher der Wechsel. Grundsätzlich funktionieren alle Rezepte bisher ganz gut mit Dinkel als Ersatz, aber nicht alle. Ein Kurs kommt für mich momentan schon aus Kostengründen nicht in Frage, schade.

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  2. Hallo, ich habe den Teig mit dem Handrührgerät gemacht, mit der Menge für einen Striezel. Der Teig ist recht weich, aber hat eine glatte Oberfläche. Klebt aber schon etwas an der Schüssel. Ich lasse ihn mal 60 Min gehen. Soll das so sein. Ich habe auch 8 min langsam & 6 min schnell mit den Knethacken gerührt. LG

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    1. Der Teig ist nach 60 Min rasten, auch nicht aufgegangen. Es war aber meiner Meinung auch wenig Germ. Ich habe von allen Zutaten die Hälfte genommen und eben mit dem Handrührgerät. Die Zutaten waren auf Zimmertemperatur. Normalerweise mache ich bei frischer Germ ein Dampfl. Aber ich habe es lt. Rezept gemacht – alle Zutaten zusammen.

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      1. Du kannst natürlich die Germ erhöhen aber wahrscheinlich war der Teig einfach zu kalt bzw. war es in der Küche zu kalt, passiert oft im Winter. Beim nächsten Mal die Flüssigkeiten lauwarm machen und den Teig an einen warmen Ort stellen. Ein Dampfl ist bei diesem Rezept nicht notwendig, dadurch bekommt man einen dominanten Hefegeschmack der hier nicht gewünscht ist, aber das ist Geschmackssache.

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  3. lieber christopher, wenn man den striezel in der früh backen und rasch am tisch haben will, wie geht man dann genau vor? also in welchem teigstadium am vorabend in den kühlschrank? gleiche hefemenge oder weniger? und wie geht’s dann in der früh richtig weiter? muss der teig erst temperieren, bevor man ihn portioniert und formt? oder könnte man den geformten striezel im kühlschrank lagern? und dann in der früh direkt backen?

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    1. Servus Katharina! 🙂 Ich würde hier die Hefemenge gleich lassen für die Kühlschrank Gare. Das Problem ist, wenn du ihn kühlschrankkalt in den heißen Ofen schiebst, dann wird er sicher an vielen Stellen aufreißen, weil sich das Co2 stark ausdehnen wird. Ich würde den Striezel nach dem Formen noch ca. 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, danach mit Folie abdecken und dann in den Kühlschrank stellen. Wenn dein Kühlschrank 4 bis 6 °C hat. Wenn er wärmer ist so um die 10 °C – das haben nämlich auch viele wenn sie den Kühlschrank auf ECO zb. haben. Dann würde ich den Striezel gleich nach dem Flechten reinstellen. Unbedingt dann am nächsten Tag den kalten Striezel mindestens eine Stunde bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen und dann backen. 🙂

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      1. danke für deine schnelle antwort! kühlschrank sehr kalt und konstant, daher die variante mit 30 min „angehen“ lassen. d.h. wenn man ihn zum frühstück will, muss man tramhappert aufstehen und ihn rausnehmen und dann nochmal eine runde in die hapfn 😉

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  4. Lieber Christopher
    Hab schon viel probiert aber dieses Rezept ist wirklich das Allerbeste
    Der Kommentar meiner sehr kritischen Familienmitglieder : Mama den darfst wieder machen. Ich freu mich immer auf dein mail und die Rezepte vielen Dank

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  5. Hallo Christopher!
    Danke wieder für das köstliche Rezept. Hat uns allen mega gut geschmeckt. 😋
    Hatte keine gekochten Erdäpfel zur Hand und hab’s durch Erdäpfelstärke und Milch ersetzt. LG und einen schönen Feiertag, Silke und Familie

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